Backgammon Spielanleitung
Backgammon Spielanleitung als PDF
Der Aufbau des Spiels
Das Spielbrett hat zwei Seiten, auf welchen sich jeweils 12 Dreiecke, Points genannt, befinden. Das gesamte Spielbrett hat zwei Hälften, die eine Seite ist das Home- und die andere das Outer-Board. Die beiden Seiten sind zwischen dem 6. und dem 7. Point durch die sogenannte Bar getrennt. Gespielt wird 15 hellen und mit 15 dunklen Steinen. Die Aufstellung von diesen ist fix vorgegeben. Gewürfelt wird mit zwei normalen, also 6-seitigen, Würfeln.
Unten Abgebildet ist ein Backgammon Spielbrett. Darauf ersichtlich die Anfangsaufstellung, sowie die Zugrichtungen und die zwei Boards:

Ziel des Spiels
Das Ziel des Spiels ist es, alle eigenen Spielsteine in das Homeboard zu bringen und sie hinaus zu würfeln.
Beginn des Spiels/ Spielablauf
Zu beginn des Spiels würfeln beide Spieler. Derjenige mit der höheren Augenzahl darf seine Steine um die Anzahl beider gewürfelten Augenzahlen vorrücken. Nach dem ersten Wurf, würfeln beide Spieler abwechselnd und mit zwei Würfeln.
Die Augenzahl der beiden Würfel wird nicht zusammengezählt, sondern kann einzeln gesetzt werden. Wenn also zum Beispiel 5 und 3 gewürfelt wird, so kann man mit einem Stein 5 Züge und mit dem anderen Stein 3 Züge machen. Auch ist es möglich mit einem Stein (5+3=8) 8 Züge zu machen. Die Zugrichtung ist immer vom Homeboard des Gegners, über das Outherboard bis zum eigenen Homeboard (siehe Bild auf Seite 1). Die Steine können nur auf offene Felder gesetzt werden, das heisst auf Felder die nicht mehr als ein gegnerischen Stein haben. Sobald zwei oder mehr gegnerische Steine auf einem Feld liegen, dürfen diese nicht benutzt werden.
Wenn möglich müssen stets beide gewürfelten Zahlen gesetzt werde. Falls das nicht möglich ist, muss zuerst die höhere Zahl gesetzt werden. Wenn keine der beiden Zahlen gesetzt werden kann muss der Spieler für diese Runde aussetzen.
div. Zusatz Regeln
Richtig würfeln
Die Würfel müssen beide glatt auf dem Brett aufliegen. Falls einer der Würfel auf einem Stein gelandet ist, oder angekippt ist, zählt dieser Wurf nicht. Spielerwechsel ist erst wenn der eine Spieler nach dem setzten wieder seine Würfel aufgenommen hat.
Falsche Züge
Falls der eine Spieler einen illegalen Zug macht und der andere dies bemerkt, so ist er nicht verpflichtet etwas zu sagen. Wenn es also einen legalen, besseren Zug gibt, so sagt dieser besser nichts. Sobald der Spieler also seine Würfel aufgenommen hat, ist der letzte Zug gültig.
Pasch
Von einem Pasch spricht man, wenn zwei gleiche Zahlen gewürfelt werden. Bei einem Pasch muss man die gewürfelte Zahl viermal fahren. Beispiel: Gewürfelt wurden zwei 3er. Mögliche Züge: 4x 3 / 2x 6 und 2x 6 / 1x 3 und 1x 9 / 1x 12
Schlagen
Wenn ein Spielstein auf ein Feld gezogen wird, welches mit einem gegnerischen Spielstein belegt ist, so wird dieser „geschlagen“. Ebenfalls kann ein Stein geschlagen werden, wenn auf einem solchen Feld ein Zwischenstopp gemacht wird (ein Zwischenstopp kann es dann geben, wenn mit zwei Augenzahlen ein Zug gemacht wird). Geschlagene Steine werden auf die Bar gesetzt, in der Mitte des Spielfelds. Wenn ein Stein geschlagen wurde, muss dieser vor allen weiteren Zügen zuerst wieder ins Spiel gebracht werden. Dies erfolgt indem der Stein gemäss den gewürfelten Augenzahlen in das Spielfeld gesetzt wird. Gezählt wird dabei vom Homeboard des Gegners, in Spielrichtung, aus. Der der Spieler mit dem geschlagenen Stein also z. Bsp. eine 2 und eine 4 würfelt, so muss das zweite oder das vierte Point frei sein. Ansonsten verfällt der Wurf und der Gegner ist am Zug. Wenn gleichzeitig mehrere Steine geschlagen werden so müssen alle wieder ins Spiel gebracht werden, bevor weitergespielt werden darf.
Auswürfeln
Sobald sich alle 15 Spielsteine im eigenen Homeboard befinden, kann mit dem Auswürfeln begonnen werden. Die Steine sind aus dem Homeboard entfernt, sobald sie über das letzte Feld vom eigenen Homeboard, ins Feld „Null“ gezogen werden können. Der Stein bleibt im Homeboard liegen (er wird innerhalb des Homeboards gezogen), falls mit einem Wurf er nicht direkt ausgespielt werden kann. Wenn der Wurf nicht gezogen werden kann, da nur noch auf niedrigen Feldern Steine liegen, dann wird der höchste Stein ausgespielt. „Beispiel: Beim Auswürfeln würfelt der Spieler eine 2 und eine 4. Auf Feld 2 befinden sich noch Steine, auf Feld 4 aber nicht. Befindet sich nun ein Stein auf Feld 5 oder 6, so muss dieser regulär gesetzt werden. Sind die Felder 5 und 6 dagegen ebenfalls leer, so wird statt von der Vier ein Stein vom nächst kleineren besetzten Feld herausgenommen. Gewinner ist der Spieler, der zuerst alle Steine herausgewürfelt hat.“ Der Spieler darf auf keinen Fall seine gewürfelte Augenzahl splitten.
der doppel würfel
Bei Backgammon gibt es, vor allem bei Wettkämpfen, noch einen besonderen Würfel: den Doppelwürfel (auf Seite 1 in der Mitte der Bar zu sehen). Auf ihm sind die Zahlen 2, 4, 8, 16, 32 und 64 aufgeschrieben. Beide Spieler haben am Anfang des Spiels zugriff auf den Doppelwürfel. Er wird dann von einem Spieler benutzt, wenn er das Gefühl hat das Spiel zu gewinnen. Falls der Gegner denn Doppelwürfel dann ablehnt, so verliert er das Spiel. Wenn er ihn aber annimmt, so wird das Ergebnis des Spiels verdoppelt. Anschliessend darf der Doppelwürfel, für die nächste Anwendung, nur noch vom Spieler, der ihn akzeptiert hat, benutzt werden.
Der Würfel ist stets so hinzulegen, dass die aktuelle 2er Potenz sichtbar ist. Es muss immer vor dem Würfeln, und nur von demjenigen der den Doppelwürfel benutzen darf, verdoppelt werden. Obwohl der Würfel bis 64 geht kommt es bei Profis äusserst selten vor dass er so hoch benutzt wird. Selbst bis 16 wird nicht oft verdoppelt, da oft weiteres verdoppeln sowieso sinnlos ist, weil man sonst nach einem Spiel das ganze Match gewinnen würde.
Der Doppelwürfel ist im Allgemeinen dazu da, um den Faktor Glück, meist von den erfahrenen Spielen, noch weiter zu reduzieren. Als Faustregel gilt: wenn man noch 25% oder mehr Gewinnchance hat, so sollte man mitgehen (take genannt), falls die Chance geringer 25% sind, sollte man passen.